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Am vergangenen Samstag trafen sich über 60 Feuerwehrleute aus Balve und Menden zu einer gemeinsamen Übung an der Ruhr. Auf dem Plan stand ein Erfahrungsaustausch zu mehreren Themen rund um offene Gewässer: Strömungsrettung, Ölsperre und Wasserentnahme.

Es muss für den ein oder anderen Passanten ein merkwürdiger Anblick gewesen sein: An einem sonnigen Samstagnachmittag befahren mehr als 10 Feuerwehrfahrzeuge, besetzt mit über 60 Feuerwehrfrauen und -männern, einen schmalen Feldweg in den Ruhrwiesen am Abtissenkamp in Bösperde. Glücklicherweise handelte es sich nicht um einen Schadensfall, sondern um eine groß angelegte Übung des Löschzuges Mitte der Freiwilligen Feuerwehr Menden und des Löschzuges 3 der Freiwilligen Feuerwehr Balve, bestehend aus den Löschgruppen Beckum, Eisborn und Volkringhausen.

Die beiden Städte sind durch die Hönne verbunden und genau diese Gemeinsamkeit führte zu der Übung, denn es kommt immer wieder zu Einsätzen in oder an dem Gewässer. So ist es nicht verwunderlich, dass es auf beiden Seiten des Hönnetals Sondereinheiten gibt, welche sich mit diesem Thema auseinandersetzen. In Balve gibt es speziell ausgebildete Strömungsretter, sie können Personen aus schnell fließenden Gewässern retten. In Menden verfügen die Einsatzkräfte über eine Ölsperre sowie ein Mehrzweckboot. Letztere können sowohl auf der Hönne, als auch auf der nördlichen Stadtgrenze, der Ruhr, eingesetzt werden.

Um sich besser kennen zu lernen wurden direkt zu Beginn alle Einheiten vermischt, in Stationsausbildung ging es anschließend weiter. Zur Förderung großer Mengen Löschwasser wurden zwei Tragkraftspritzen in Stellung gebracht, die mehreren 100 Liter Wasser gaben anschließend mehrere Wasserwerfer wieder ab. Parallel wurde eine Ölsperre quer über der Ruhr aufgebaut, sie dient zum Umweltschutz, sollten schädliche Substanzen ausgetreten sein. Zum Abschluss demonstrierten noch die Strömungsretter ihr können. Stets gesichert durch spezielle Schutzausrüstung, Leinen und eine Einsatzkraft am Ufer. Auch wenn die Ruhr am Samstag keine hohe Fließgeschwindigkeit hatte, war eindrucksvoll zusehen, wie effektiv die Einsatzkräfte aus Balve zum Einsatz kommen können.