95 Märker bei Großübung in Ahrweiler

Güterzug mit Gefahrstoffen explodiert

Sechs Waggons eines Güterzuges mit Gefahrstoffen entgleisen. Sechs Wagen explodieren. Es gibt zahlreiche Verletzte unter den Bahnbediensteten und Anwohnern. Die Unfallopfer und Hilfskräfte müssen dekontaminiert werden. Das war die Ausgangslage einer Großübung am Wochenende in der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Ahrweiler. Mit dabei: Insgesamt 95 Helferinnen und Helfer aus dem Märkischen Kreis. Beteiligte der sogenannten Dekon-Einheit MK waren Kräfte der Feuerwehren aus Hemer, Menden und Herscheid. Der ASB war mit Einsatzkräften aus Menden vertreten, die Malteser schickten Personal aus Werdohl, Menden und Balve nach Ahrweiler.

Im Konvoi waren die Hilfskräfte aus dem Märkischen Kreis am Samstag nach Ahrweiler angereist. Unter ihnen auch Mitarbeiter des Bevölkerungsschutzes des Märkischen Kreises sowie der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Kling aus Nachrodt-Wiblingwerde. Eine besondere Aufgabe kam auch dem Jugendrotkreuz aus dem Kreisverband Altena-Lüdenscheid zu. Sie spielten – wie immer sehr realitätsnah – die Verletzten.

Warn-App „NINA“ für den MK freigeschaltet

Thomas Klein, beim Kreis für den Bevölkerungsschutz zuständig, präsentiert die Warn-App „NINA“. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Ob Hochwaser, giftige Rauchentwicklung, Schneechaos, Sturm, Unwetter oder Großbrände: Ab sofort nutzt die Kreisleitstelle der Feuerwehr die Warn-App NINA des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) ist die offizielle Warn-App des Bundes und der Länder. Sie wurde vom BBK entwickelt. Die App ist kostenlos über iTunes für das iPhone und iPad sowie den Google Play Store für Android-Geräte erhältlich. „Ich kann nur jedem empfehlen, sich diese App herunterzuladen, um im Krisenfall jederzeit schnell und aus erster Hand alle relevanten Informationen zu erhalten – unabhängig davon, wo man sich gerade befindet“, betont Thomas Klein, beim Märkischen Kreis für den Bevölkerungsschutz zuständig.

Neben Warnhinweisen aus dem Kreis erhalten „NINA“-Nutzer auch Warnmeldungen mit bundesweiter Bedeutung, Hochwasserinformationen der Landeshochwasserzentralen und Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes. Dabei kann der Nutzer selbst entscheiden, ab welcher Warnstufe er informiert werden möchte. Mit der Funktion „meine Orte“ kann man individuell festlegen, für welche Orte man Warnhinweise bekommen möchte. Zusätzlich können Nutzer auch Hinweise für ihren jeweiligen Standort erhalten, was gerade auf Reisen besonders nützlich sein kann.

Damit Informationen über NINA verbreitet werden können, musste die Kreisleitstelle am Dukatenweg in Lüdenscheid mit dem neuen Modularen Warnsystem „MoWaS“ ausgestattet werden. Dazu waren neue Computer und Software sowie ein Satellitenschlüssel angeschafft und in der Leitstelle installiert worden. Fällt die Satellitenverbindung aus, können die Informationen auch über das Handynetz ins System eingespeist werden. „Ob und wann Warnmeldungen versendet werden, wird in den üblichen Krisenmanagement-Strukturen des Märkischen Kreises entschieden“, so Thomas Klein. Zehn Millionen Euro standen landesweit für die Einführung von NINA zur Verfügung. „Je mehr Menschen die Warn-App nutzen, desto besser“, wünscht sich Klein eine große Verbreitung der Notfallhinweise.
Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des BBK unter www.bbk.bund.de/DE/NINA/Warn-App_NINA.html

Quelle Bild und Text: Pressemeldung des Märkischen Kreises vom 22.05.2017