Feuerwehr Menden beim Radio MK Lauf 2017

Fast schon traditionell findet jedes Jahr am Tag der deutschen Einheit der Radio-MK-Lauf statt. In diesem Jahr gingen über 20 Läufer der Feuerwehr Menden bei dem Lauf im Zentrum von Letmathe an den Start. Alle Teilnehmer haben das Ziel in der Kategorie „5 km Fun Run“ erfolgreich erreicht und hatten sich im Zieleinlauf die Finisher-Medaille redlich verdient. Über 1000 Starter konnten, bei durchwachsenem Wetter, den schönen Rundkurs in der Letmather City genießen. Mit Axel Stüken hat die Feuerwehr Menden auch in diesem Jahr wieder einen Finisher unter den Top 20 – In 19 Minuten und 20 Sekunden raste er über die fünf Kilometer lange Strecke auf Platz 11 in der Gesamtwertung.

Zug Nord: Seminar zur Technischen Hilfeleistung

Am vergangenen Samstag führte der Löschzug Nord, bestehend aus den Löschgruppen Bösperde, Halingen und Schwitten, ein Seminar mit dem Schwerpunkt Technische Hilfeleistung (TH) durch. In einer kurzen theoretischen Einführung wurde das Wissen der Seminarteilnehmer zunächst aufgefrischt. Unter anderem ging es um die Themen Absicherung von Einsatzstellen im Straßenverkehr, das Heben und Ziehen von Lasten sowie Gerätschaften im TH-Einsatz. Im Anschluss konnten die 25 Teilnehmer in einer Stationsausbildung verschiedene Szenarien praktisch üben. So galt es eine eingeklemmte Person unter einer LKW-Mulde zu befreien und an einem Kleinwagen eine Zugangsöffnung an der hinteren Sitzbank mittels Schere und Spreizer zu schaffen. Für die Bewältigung dieser Aufgaben standen sowohl einfache Feuerwehrfahrzeuge, als auch der Rüstwagen der Feuerwehr Menden zur Verfügung. Letzterer ist im Grunde genommen ein rollender Werkzeugkasten, ein Fahrzeug das über verschiedensten Gerätschaften zur Technischen Hilfeleistung verfügt.

Wie schnell aus einer Übung Ernst werden kann mussten die Einsatzkräfte gegen 15:30 Uhr erfahren:
Der erste Teil des Seminars war gerade beendet, die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht und man saß zum Mittagessen zusammen, als lautstark die Funkmeldeempfänger ertönten. Mit dem Alarmstichwort „TH1 eingeklemmte Person(en) nach Verkehrsunfall“ wurden die Löschgruppen Bösperde und Halingen, der Rüstzug der Feuerwache Menden sowie der Rettungsdienst auf die Gruländer Straße nach Halingen gerufen. Da es thematisch genau in das Seminar passte, hielten es die Kameraden anfangs für eine Alarmübung. Patrick Schulte, Löschzugführer und Organisator des Seminars, sorgte aber noch vor dem Ausrücken für Klarheit: „Diese Alarmierung ist nicht von uns geplant, es handelt sich um einen Realeinsatz!“

Der Einsatz mit insgesamt fünf verletzten Personen und einem verletzten Hund spannte die Feuerwehr bis in den Abend ein, sodass die ursprünglich geplante Großübung zum Abschluss des Seminars abgesagt werden musste.
Hier geht’s zum Einsatzbericht

Erstmeldung – ABC-Einsatz am Grünen Weg

23:15 Uhr: +++ Vorläufige Abschlussmeldung +++

Der Stoff wurde analysiert: Es handelt sich nicht um einen Gefahrstoff.
Die 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr werden nun die Maßnahmen beenden und in Ihre Standorte zurückkehren.

Eine ausführliche Berichterstattung folgt Morgen.

 

21:50 Uhr: +++ 3. FOLGEMELDUNG +++

Einsatzkräfte der Feuerwehr Menden haben unter Chemikalienschutzanzügen eine Probe genommen und diese an die Analytische Task Force der Feuerwehr Dortmund übergeben. Die Dortmunder werden nun den Stoff analysieren, dies wird in etwa 30 Minuten in Anspruch nehmen.

Die Feuerwehr Menden weist ausdrücklich daraufhin, dass keine Gefahr für die Bevölkerung besteht!

21:08 Uhr: +++ 2. FOLGEMELDUNG +++

Der Bräukerweg ist in der Fahrtrichtung Sümmern halbseitig gesperrt. Zur Analyse des Stoffes rücken auch Spezialkräfte der Feuerwehr Dortmund an.

20:40 Uhr: +++ 1. FOLGEMELDUNG +++

In dem Eingangsbereich eines Gebäudes wurde ein bislang unbekannter Stoff gefunden. Der betroffene Bereich ist abgesperrt. Die Feuerwehr geht jetzt unter den nötigen Sicherheitsvorkehrungen vor und wird den Stoff analysieren.

Es besteht zurzeit keine Gefahr für die unmittelbaren Anwohner.

Weitere Infos folgen.

20 Uhr: +++ Erstmeldung +++ Einsatz der Feuerwehr +++

Am Grünen Weg läuft ein größerer Einsatz der Feuerwehr Menden. Zurzeit befinden sich die Einsatzkräfte der Löschzüge Feuerwache, Mitte und Süd sowie die Polizei im Einsatz. Die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr wurden per Sirene alarmiert.

Weitere Infos folgen!

Aktuelle Infos auf Twitter:

Rückblick: Vor 10 Jahren erlebte Menden eines der schlimmsten Hochwasser

Heute vor genau 10 Jahren erlebte Menden eines der schwerwiegendsten Hochwasser seiner Geschichte. Innerhalb von nur 24 Stunden fielen damals mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter – zu viel für die heimischen Gewässer. Der Pegel der Hönne stieg innerhalb von nur drei Stunden von 1,20 Meter auf 2,95 Meter an! Entlang des Flusslaufes wurden Gebäude, teilweise innerhalb weniger Minuten, überflutet.

Die ersten Notrufe erreichten die Feuerwehr damals kurz nach 21 Uhr. Schnell war klar: Diese Lage kann die Feuerwehr Menden nicht alleine bewältigen, erstmalig kam daher bei diesem Großeinsatz die Technische Einsatzleitung des Märkischen Kreises zum Einsatz. Um der Lage Herr zu werden, unterstützten benachbarte Feuerwehren mit Einheiten aus Fröndenberg, Balve, Neuenrade und Plettenberg, das Technische Hilfswerk entsendete aus verschiedenen Städten Notstromaggregate und Hochleistungspumpen, die Verpflegung der knapp 300 Einsatzkräfte übernahm das Deutsche Rote Kreuz. Mitarbeiter des Baubetriebs der Stadt Menden füllten noch in der Nacht 2500 Sandsäcke.
Mehr Infos gibt es in unserem Einsatzbericht aus dem Jahr 2007:

Menden unter Wasser – Extreme Regenfälle sorgen für chaotische Zustände

Die Bürger in Menden erlebten die größte Überschwemmung seit 33 Jahren.

Starker Regen (50 Ltr. pro Quadratmeter in 24 Std.) ließ die sonst kleinen Bäche zu reißenden Flüsse werden. Der durch Menden fließende Fluss „Hönne“ (mündet in Fröndenberg in der Ruhr) erhöhte seinen Pegel in der Nacht von 1,20 Meter innerhalb von 3 Std. auf 2,95 Meter.

Im Ortsteil Asbeck wurde die Feuerwehr erstmals um 21.08 Uhr gerufen. Das Wasser hatte Keller überflutet und teilweise war von einer Fahrbahn der Straßenbelag mitgerissen worden. Schlagartig erreichten dann mehrere Notrufe die heimische Feuerwache, worauf Stadtalarm ausgelöst wurde.

Entlang der Hönne liegende Gebäude wurden teilweise innerhalb von Minuten überflutet.

In der Lagerhalle einer Gießerei machten sich Firmenchef und ein Löschzugführer der Feuerwehr noch Gedanken über die in Kellerhöhe an- und untergebrachten Versorgungs – und Elektronikgeräte, als sie nasse Füße bekamen und eine Wasserwelle in Sekunden die ganze mehrere hundert quadratmetergroße Lagerhalle 30 cm unter Wasser setzte.

Dramatische Szenen gab es auch an der Fröndenberger Straße, in der eine Wohnung überflutet wurde und ein Rollstuhlfahrer um sein Leben kämpfte. Die Wehr befreite ihn aus seiner misslichen Lage und transportierte ihn per Schlauchboot zu Versorgungskräften.

Im gesamten Stadtgebiet pumpte die Feuerwehr Keller und Wohnungen leer.

Um Mitternacht wurden teilweise komplette Löschzüge aus ihren Einsätzen herausgelöst, weil immense Schäden und die Gefahr einer Umweltkatastrophe in einigen an der Hönne gelegenen Firmen befürchtet wurden. Dort gelagerte Chemikalien, Diesel- und Gastanks hätten im Überschwemmungsfall gefährlich für das Trinkwasser werden können.

Gegen 01.40 Uhr war der Feuerwehr klar, dass sie diese Großschadenslage nicht mehr allein bewältigen konnte. In Absprache mit dem Kreisbrandmeister, dem Bürgermeister und der Polizei wurde erstmalig die TEL (Technische Einsatzleitung) alarmiert.

Ein 13-köpfiges Team von Führungskräften aus dem Nord und Südkreis bildeten nun die TEL. Es kam zur überörtlichen Nachbarschaftshilfe. Die Feuerwehr Fröndenberg stellte einen kompletten Löschzug ab. Einheiten aus Balve, Plettenberg und Neuenrade kamen nach Menden. Das Technische Hilfswerk aus dem MK, sowie aus den Städten Werne und Bochum fuhren Menden an, halfen mit Notstromaggregaten und ihren Hochleistungspumpen. Der Bereitschaftszug Verpflegung des DRK Balve versorgte die Einheiten mit warmen Speisen.

1.500 Sandsäcke wurden verbaut, das Baubetriebsamt füllte derweil weitere 2.500 in der Nacht. Gegen 03.00 Uhr sank der Pegel der Hönne langsam wieder. Die Lage entspannte sich zunehmend. Tauchpumpen blieben bis zum späten Abend im Einsatz, um 06.00 Uhr werden die überörtlichen Helfer mit einem herzlichen Dank wieder in ihre Standorte entlassen.

Im Einsatz waren insgesamt 280 Kräfte von Feuerwehr, THW und DRK. Dazu kamen die Bereitschaftkräfte der heimischen Stadtverwaltung, des Baubetriebsamtes, der Polizei.

Zitat aus einer heimischen Zeitungsredaktion:
„Hut ab vor Menden. Besonnen wurde auf die Katastrophe reagiert. Mancher Bürger war sauer auf die Feuerwehr weil er vergeblich auf sie warten musste. Es ging nicht anders! Die Gefahr einer noch größeren Katastrophe in den überfluteten Unternehmen war zu groß. Wer die resignierenden Blicke der Mendener Feuerwehrleute gesehen hat, dass man wegen dieser Umweltgefahr andere Einsätze zurückstellen musste, der kann ermessen, dass jeder noch so kleine Schaden ernst genommen wurde. Danke Feuerwehr dafür!“

Feuerwehr Menden erfolgreich beim 1. Mendener Citylauf

Am vergangenen Sonntag fand in der Mendener Innenstadt erstmalig der Mendener Citylauf in dieser Form statt. Vom Veranstalter, dem Marathon-Club Menden, wurden verschiedene Wettbewerbe angeboten, für die Feuerwehr Menden gingen insgesamt zwölf laufbegeisterte Starter ins Rennen. In den jeweiligen Wettbewerben und den entsprechenden Altersklassen konnten die Feuerwehrfrauen und -männer sogar Podiumsplätze erreichen.

5km-Firmenlauf:

  • 3. Platz Frauen: Bianca Heinzig
  • 2. Platz Senioren M30: Marco Rocholl
  • 1. Platz Senioren M45: Axel Stüken
  • Finisher: Sebastian Arlt, Anna Lena Baukrowitz, Martin Bathe, Niklas Beckmann, Julian Kremser, Bastian May, Julian Slacki

10km-Lauf:

  • 1. Platz Senioren M55: Bernd Stepphuhn
  • Finisher: Christopher Reimann