Zum 110ten Geburtstag: Tage der offenen Tore am „neuen“ Gerätehaus in Bösperde

Am 03. und 04. August steht in Bösperde das 51. Feuerwehrfest an und es ist ein ganz besonderes: Denn in den vergangenen Monaten wurde das vorhandene Gerätehaus der Einheit aufwendig umgebaut und erweitert. Auch wenn die Arbeiten bis zum Feuerwehrfest noch nicht vollständig abgeschlossen sein werden, wird das Fest wie gewohnt stattfinden können: Samstagabend wird Live-Musik geboten, der Sonntag hält als Familientag viele Attraktionen für Jung und Alt bereit. Kinderbelustigung, Fahrzeugshow, Hüpfburg, Kinderbrandschutzerziehung und Schauübungen von Einsatzabteilung und Kinderfeuerwehr sorgen den ganzen Tag über für ein abwechslungsreiches Programm.

„Seit 110 Jahren besteht die Löschgruppe nun im Ortsteil Bösperde, seit 51 Jahren ist sie im Gerätehaus an der Holzener Dorfstraße beheimatet“, berichtet Pressesprecher Christopher Reimann. „Nun wurde das Gebäude aufwendig um- und angebaut, aktuell gültige Vorschriften machten dies notwendig.“ Die Bauarbeiten schreiten gut voran, bis zum kommenden Wochenende wird ein Großteil der Bauarbeiten abgeschlossen sein, sodass nur noch Kleinigkeiten erledigt werden müssen. „Wir möchten die Gelegenheit nutzen und unseren Gästen den aktuellen Stand der Bauarbeiten präsentieren“, sagt Löschgruppenführer Fabian Kreutz. „Das bewährte Rahmenprogramm für das Feuerwehrfest bleibt im Großen und Ganzen unverändert, unsere Gäste können sich aber auf einige Neuerungen freuen.“

Bereits in den vergangenen Jahren platzte der Vorplatz des Gerätehauses an der Holzener Dorfstraße aus allen Nähten. Die Live-Band “Partyinferno” sorgte für ordentlich Partystimmung, Grund genug für die Bösperder Feuerwehrleute, sie auch für dieses Jahr erneut zu engagieren: Die sechsköpfige Band aus Hagen rockt mit ihren beiden stimmgewaltigen Sängerinnen die Songs von Tina Turner, Gloria Gaynor, Lady Gaga, Rihanna, Melissa Etheridge, Nena, Abba, Helene Fischer, Andrea Berg und viele mehr. Beginn des Festes ist am Samstagabend um 19 Uhr.

Am Sonntag stehen ab 11 Uhr dann vor allem die Familien und kleinen Besucher im Mittelpunkt. Neben den neuen Räumlichkeiten des Gerätehauses können auch die Einsatzfahrzeuge des Standortes von allen Besuchern ausführlich unter die Lupe genommen werden, spannende Löschvorführungen werden den Sonntagnachmittag über gezeigt.

Für die Jüngeren steht nachmittags natürlich auch wieder ein Feuerwehrauto bereit, mit dem Fahrten gemacht werden können. “Das ist meist der erste Kontakt, den Kinder mit der Feuerwehr haben – und für sie oft auch das Spannendste”, erläutert Kinderfeuerwehrwart Michael Bals. “Für uns ist das zudem auch eine tolle Möglichkeit, Kinder über die Arbeit der Feuerwehr aufzuklären und Interesse für unsere Arbeit zu wecken.”

Mit der Kinderbelustigung, musikalisch begleitet durch den Spielmannszug der Feuerwehr Bösperde, klingt das Fest am Abend dann langsam aus. “Wir freuen uns auf zwei schöne Tage und viele Besucher, die mit uns ein tolles Wochenende erleben möchten”, laden die Bösperder alle Interessierten herzlich ein. Und bitten zugleich um Verständnis: Denn aufgrund des Festes wird die Holzener Dorfstraße in diesem Jahr von Samstag 17 Uhr bis Sonntag 18 Uhr zwischen der Einmündung Heidestraße und der Grevenhofstraße gesperrt.

Feuerwehr schneller als die Polizei

Auch beim 3. Citylauf war die Feuerwehr Menden wieder mit von der Partie. Insgesamt 26 Teilnehmer der Einsatzabteilung und der Jugendfeuerwehr bestritten den 5km-Firmenlauf. Bei sommerlicher Hitze ließen es sich zudem zwei Feuerwehrleute nicht nehmen, in vollständiger Einsatzkleidung und Atemschutzgerät an den Start zu gehen.

Wie schon in den vergangenen Jahren konnten auch dieses Jahr die Läufer der Feuerwehr Podiumsplätze erreichen. In der Teamwertung belegten die Brandschützer hierbei den zweiten Platz und landeten damit vor den Kolleginnen und Kollegen von der Polizei.
Wir hoffen ihr nehmt es sportlich und freuen uns auf eine sportliche Revanche im nächsten Jahr 😉

Atemschutzlehrgang – Gewöhnungsmarsch

Stadtführung durch Menden mal anders: Im Rahmen des zurzeit stattfindenden Atemschutzlehrgangs der Feuerwehr Menden wurden die Teilnehmer von ihren Ausbildern quer durch die Innenstadt geschickt und das in voller Feuerwehr-Montur. Dieser sogenannte Gewöhnungsmarsch soll den jungen Feuerwehrleuten die Möglichkeit geben sich mit der Arbeit unter Atemschutz vertraut zu machen. Durch die Maske wird z.B. das Sichtfeld eingeschränkt oder die Kommunikation erschwert, das Gewicht der Atemluftflasche belastet den Körper bei jeder Tätigkeit zusätzlich. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Lehrgangsteilnehmer an die Geräte und Abläufe gewöhnen können.

Trockene Vegetation: Vorsicht bei Osterfeuern!

Laut dem Deutschen Wetterdienst ist der aktuelle Waldbrandgefahrenindex auf Stufe drei von fünf, der Graslandfeuerindex steht sogar auf Stufe vier, der zweit höchsten Warnstufe. Bei den Osterfeuern, welche dieses Wochenende entzündet werden, sollten daher die sowieso geltenden Auflagen der Stadt Menden eingehalten werden, um den Brandschutz zu gewährleisten. Dazu gehören vor allem die korrekten Sicherheitsabstände:

  • 100 m zu bewohnten Gebäuden
  • 50 m zu öffentlichen Verkehrsflächen
  • 25 m zu sonstigen baulichen Anlagen
  • 10 m zu befestigten Wirtschaftswegen

Halten Sie ebenfalls ausreichend Abstand zu Gehölzen und anderen brennbaren Gegenständen. Vermeiden Sie Gefährdungen und Belästigungen sowie Verkehrsbehinderungen durch Rauch. Bei unzumutbaren Belästigungen ist das Feuer abzulöschen.

Glutreste erfordern eine ständige Aufsicht von zwei Personen, davon eine Volljährige.

Osterfeuer dienen der Brauchtumspflege. Sie sind nicht zur Beseitigung von Abfällen gedacht.

Die Feuerwehr weist außerdem darauf hin, dass Osterfeuer in Menden genehmigungspflichtig sind. So vermeiden Sie einen ärgerlichen Fehleinsatz der Feuerwehr, der unter Umständen gebührenpflichtig sein kann.

Weitere Infos gibt die Stadt Menden auf ihrer Homepage.

Weitere Sicherheitstipps gibt es hier.

 

Der Deutsche Feuerwehrverband gibt deshalb Organisatoren und Besuchern folgende Sicherheitstipps zum Osterfeuer:

  • Vergessen Sie nicht, Ihr Osterfeuer rechtzeitig bei der dafür örtlich zuständigen Behörde (häufig das Ordnungsamt) anzumelden – Sie vermeiden so einen ärgerlichen Fehleinsatz der Feuerwehr, der unter Umständen gebührenpflichtig ist.
  • Verwenden Sie nur trockene Pflanzenreste und unbehandeltes Holz. Denken Sie daran, das Brennmaterial kurz vor dem Anzünden noch einmal umzuschichten, damit Ihr Osterfeuer nicht zur Flammenfalle für Tiere wird.
  • Halten Sie eine Zufahrt für die Feuerwehr und den Rettungsdienst frei. Der Sicherheitsabstand wegen Rauch und Hitze sollte mindestens 50 Meter zu Gebäuden und Bäumen sowie mindestens 100 Meter zu Straßen betragen. Windrichtung beachten!
  • Seien Sie vorsichtig beim Anzünden. Brennbare Flüssigkeiten als Brandbeschleuniger bergen ein hohes Risiko!
  • Beaufsichtigen Sie offenes Feuer grundsätzlich. Sorgen Sie dafür, dass das Feuer sich nicht unkontrolliert ausbreiten kann. Passen Sie auf kleine Kinder auf. Diese unterliegen schnell der Faszination des Feuers und unterschätzen die ihnen unbekannte Gefahr.
  • Strohballen können sich allein durch die Hitzestrahlung entzünden und sind deshalb eine gefährliche Sitzgelegenheit.
  • Kühlen Sie kleinere Verbrennungen sofort mit Wasser: Maximal zehn Minuten lang (Leitungswassertemperatur 10 bis 20 Grad Celsius). Löschen Sie großflächige Verbrennungen und auf der Haut haftende Substanzen primär ab.
    Alarmieren Sie sofort den Notarzt über die kostenlose Notrufnummer 112!
  • Verlassen Sie als Veranstalter bzw. Zuständiger die Feuerstelle nur, wenn sie komplett erkaltet ist.
  • Sollte Ihnen Ihr Feuer außer Kontrolle geraten, so zögern Sie nicht, sofort die Feuerwehr über Notruf 112 zu alarmieren. Die mehr als eine Million Männer und Frauen in den deutschen Feuerwehren sind auch über Ostern rund um die Uhr einsatzbereit, um in Not und Gefahr zu helfen.

Verrauchte Fahrzeughalle an der Feuerwache

Dies war glücklicherweise nur ein Übungsszenario der diensthabende Wachabteilung am vergangenen Freitag. Die Übung sollte vor allem den Einsatz unter Atemschutz in verrauchten Räumen simulieren. Aber auch das richtige Belüften der Fahrzeughalle konnte effektiv geübt werden.

Regelmäßige Übungen sind wichtig, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und wir zu jeder Zeit schnell und professionell helfen können. Daher sind diese Einsatzsimulationen fester Bestandteil der Dienstpläne, egal ob Haupt- oder Ehrenamt.