Was tun, wenn’s brennt?

Feuerwehr schult Erzieherinnen und Erzieher der Kindergärten und Kitas in Menden.

Immer die Ruhe bewahren – das ist in einem Brandfall oder einer anderen Gefahrensituation, wenn eine Kita geräumt werden muss gar nicht so einfach. Wer übernimmt welche Aufgabe, was müssen wir mitnehmen, wo sind die Notausgänge, welchen Rettungsweg nimmt welche Gruppe und wo sammeln sich hinterher alle?

Diese Fragen wird die Feuerwehr Menden in jeder einzelnen Kindertagesstätte in Menden in der nächsten Zeit beantworten. Als Auftakt gab es bereits eine erste Schulung für die Erziehrinnen in der Feuer- und Rettungswache am Ziegelbrand. Hierbei gab Michael Bals aus dem Team „Vorbeugender Brandschutz“ bei der Feuerwehr bereits die ersten wichtigen Hinweise. Anhand von allerlei Anschauungsmaterial, wie z.B. einer Handsirene, einer Glocke oder einem Feuerlöscher, wurde in dieser ersten Schulung erklärt, was notwendig ist, falls die Kita geräumt werden muss. Denn auch nach einer Räumung ist vieles zu beachten: So entscheiden z.B. nicht die Eltern, wann ein Kind nach Hause gehen darf. Im Zweifel tut das der Notarzt oder aber die Einsatzleitung der Feuerwehr. Diese und andere Fragestellungen wurden in der ersten Schulung bereits behandelt und durch die Feuerwehr beantwortet.

Jetzt wird es für jede Kindertagesstätte in Menden einen einzelnen Termin mit möglichst allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geben. Dabei wird die Situation vor Ort unter die Lupe genommen und der Ernstfall durchgesprochen und geplant. Und auch für die Kita-Kinder soll der vorbeugende Brandschutz Thema werden. Denn „Was tun, wenn‘s brennt“ kann man nie früh genug lernen. (Foto: Stadt Menden)

Sicherheitstipps der Feuerwehr zum Jahreswechsel Unachtsamer Umgang mit Feuerwerk häufig Ursache Verletzungen verhindern

Brennende Balkone, Wohnungen oder gar Häuser, Rettungsdiensteinsätze und witterungsbedingte Unfälle: Einer Million Feuerwehrangehörigen in Deutschland steht zu Silvester die arbeitsreichste Nacht des Jahres bevor. Häufig werden Brände durch den unachtsamen Umgang mit Feuerwerkskörpern verursacht. Nicht geprüfte Knallkörper, illegal eingeführt oder auch selbst gebastelt, stellen eine besondere Gefahr dar. Vor allem Minderjährige sind von Feuerwerkskörpern fasziniert. Erwachsene sollten daher mit ihren Kindern über die Gefahren reden. Wer umsichtig und verantwortungsvoll mit Böllern umgehe, kann als Vorbild so manche schwere Verletzung verhindern.

Der Deutsche Feuerwehrverband gibt folgende acht Tipps für eine möglichst sichere Silvesterfeier:

  • Feuerwerkskörper und Raketen sind “Sprengstoff”. Lassen Sie
    Jugendliche unter 18 Jahren nicht damit hantieren.
  • Beachten Sie unbedingt die Gebrauchshinweise der Hersteller. Mit
    wenigen Ausnahmen ist eine Verwendung von Feuerwerk in
    geschlossenen Räumen verboten.
  • Zünden Sie Feuerwerkskörper nur dort, wo dies auch erlaubt ist.
    Das Abbrennen der Böller in unmittelbarer Nähe von Kirchen,
    Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen ist untersagt. Dieses
    Verbot gilt auch für Fachwerk- und Reetdachhäuser. Beachten Sie
    örtliche Regelungen!
  • Nehmen Sie nach dem Anzünden einen ausreichenden
    Sicherheitsabstand ein. Werfen Sie Feuerwerkskörper und Raketen
    nicht blindlings weg – und zielen Sie niemals auf Menschen.
    Zünden Sie nicht gezündete Feuerwerkskörper (Blindgänger)
    niemals noch einmal.
  • Stellen Sie auf keinen Fall Feuerwerkskörper selbst her. Hierbei
    kann es zu schwersten Verletzungen kommen!
  • Bewahren Sie Feuerwerkskörper so auf, dass keine
    Selbstentzündung möglich ist. Tragen Sie Feuerwerk niemals am
    Körper, etwa in Jacken- oder Hosentaschen.
  • Schützen Sie Ihre Wohnung in der Silvesternacht vor
    Brandgefahren. Entfernen Sie Möbel, Hausrat und andere brennbare
    Gegenstände von Balkonen und Terrassen. Halten Sie Fenster und
    Türen geschlossen.
  • Wählen Sie bei einem Brand oder Unfall sofort den Notruf 112.
    Nur eine schnelle Meldung bietet Gewähr für effektive Hilfe.

Die Feuerwehren wünschen den Menschen in Deutschland einen geruhsamen Jahreswechsel.

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband

 

Übungseinsatz: Verkehrsunfall hinter dem Feuerwehrgerätehaus in Lendringsen

Was zuerst nach einem dramatischen und komplizierten Feuerwehreinsatz klingt (siehe hierzu auch der Einsatz in Menden Mitte vom 08.04.2019) war am Freitag, dem 12.04.2019 das Einsatzstichwort für eine von zwei kleineren Übungen des Löschzuges Süd.

Seit Anfang des Jahres treffen sich die Kameraden aus den Löschgruppen Lendringsen und Oesbern, um jeden Freitag sogenannte Zusatzausbildung zu betreiben. Die Idee kam dadurch zustande, dass bei den Samstäglichen Einsatzübungen oft Detailfehler auftreten, die im kleinen Kreis und mit wenig Vorbereitungsaufwand besser trainiert und vertieft werden können.

Diesmal gab es zwei Szenarien, die sich rund um die Technische Rettung von auf der Seite liegenden PKW abspielen:
Im ersten Szenario war ein Werkstattmitarbeiter unter einem PKW eingeklemmt, der von der Hebebühne gerutscht und auf die Seite gekippt ist. Speziell in dieser sehr kleinen Übung zeigte sich, wie wichtig eine genaue Erkundung der Einsatzlage ist und das nicht immer das vielfältige Equipment unserer Einsatzfahrzeuge zum Ziel führt, sondern auch mal einfache Muskelkraft. Es stellte sich heraus, dass die betroffene Person nahezu unverletzt ist und nur der rechte Fuß im Bereich der Karosserie eingeschlossen ist. Hierzu wurde das auf der Seite liegende Fahrzeug mit Hölzern und Keilen unterbaut, sodass die Kameraden das Auto mit gezielter Muskelkraft nach oben drücken, und den eingeschlossenen Fuß so befreien konnten.

Die zweite Übung stellte sich nun als technisch anspruchsvoller heraus. Hier hat sich ein PKW aus ungeklärter Ursache auf einer Landstraße überschlagen und ist auf der Seite zum Stehen gekommen. Es ist eine Person leicht verletzt im Fahrzeug eingeklemmt. Nun wurde in Gruppenarbeit jeder einzelne Schritt der technischen Rettung durchgesprochen und eine Möglichkeit ausgearbeitet, um den Patienten möglichst schonend aus seiner Zwangslage zu befreien. Die Feuerwehr arbeitet hier grundsätzlich eng mit dem Rettungsdienst zusammen, da der Patientenzustand und die Art und Aufwand der Rettung sehr variieren können. Da der Patient in dieser Übung in keinem Lebensgefährlichen Zustand war, konnten sich die Kameraden für eine besonders schonende und Langsame Rettung entscheiden. Bei einem Verkehrsunfall geht die Feuerwehr immer gleich vor. Dies bedeutet, dass zuerst die Einsatzstelle zum Schutz der Kameraden abgesichert und abgesperrt wird. Im Anschluss wird der Brandschutz mit verschiedenen Löschmitteln sichergestellt. Parallel dazu wird der Patient betreut und die Art der technischen Rettung besprochen. Zu Beginn der Rettung wird das Fahrzeug und somit der Patient gegen umkippen, wegrollen und Erschütterungen gesichert. Da das Fahrzeug auf der Seite liegt, war hier die Gefahr des umkippen besonders hoch. Mit dem sogenannten Stab-Fast-System (Ein System aus speziellen Stützen, die am Fahrzeug angebracht werden) konnte das Fahrzeug gegen diese Gefahr gesichert werden. Im weiteren Verlauf wurde über die Heckscheibe eine Zugangsöffnung zur Erstversorgung des Patienten geschaffen um dann eine Rettungsöffnung zu Erzeugen. Als beste Lösung stellte sich für die Kameraden das einseitige abtrennen und herunterklappen des kompletten Fahrzeugdaches heraus, sodass der Patient achsengerecht (= ohne Verdrehung des Rumpfes und der Wirbelsäule) gerettet werden kann.

Nach der erfolgreichen Rettung gab es eine ausführliche Nachbesprechung. Speziell wurde hier noch einmal auf die sogenannte Geräteablage eingegangen, auf der in der Nähe des verunfallten PKW alle technischen Geräte bereitgestellt werden, welche für die Rettung gebräuchlich sein könnten. Auch hier zeigte sich, dass weniger oft mehr ist und es nicht darum geht eine besonders große Anzahl der Werkzeuge und Hilfsmittel zu präsentieren, sondern das für den Einsatz wirklich benötigte Material schnell einsetzbar bereit zu stellen.
Ein besonderer Dank gilt hier der Firma Rennebaum Auto-Recycling für die Bereitstellung des PKW.

An dieser Stelle auch ein Tipp an alle Autofahrer: Auf verschiedenen Seiten im Internet kann man sich eine sogenannte „PKW-Rettungskarte“ herunterladen und in seinem PKW vorhalten. (Stellv. Hier einmal der Link zum ADAC: https://www.adac.de/infotestrat/ratgeber-verkehr/sicher-unterwegs/rettungskarte/default.aspx). Mithilfe dieser Karte haben die Einsatzkräfte im Falle eines Unfalles die Möglichkeit, sich über Airbags und Gasdruckdämpfer am Fahrzeug zu orientieren, da diese eine besondere Gefahr für die Einsatzkräfte und den Patienten darstellen können.

140 Sirenen heulen im Kreis

Zweiter landesweiter Warntag

140 Sirenen heulen nächste Woche im Märkischen Kreis zeitgleich auf. Pünktlich um 10 Uhr drückt die Kreisleitstelle der Feuerwehr am Donnerstag, 7. März, auf den Knopf und aktiviert die Warntöne. „Entwarnung“ (zwei Minuten Pause), „Warnung“ (zwei Minuten Pause) und „Entwarnung“. Grund ist der zweite landesweite Warntag. Der erste fand im September vergangenen Jahres statt. Künftig sollen jedes Jahr Anfang März die Sirenen heulen. Nachdem viele Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis ihre Warnanlagen in den vergangenen Jahren um- oder nachgerüstet haben, ist eine beinahe flächendeckende Alarmierung der Kreisbevölkerung in den Städten und Gemeinden möglich. Nachholbedarf gibt es aktuell noch in der Stadt Lüdenscheid. Es wird aber aktiv an dessen Behebung gearbeitet. 

Ziel des landesweiten Warntages ist es, die Bevölkerung zu sensibilisieren und ihnen Informationen und Tipps zu geben, damit sie im Ernstfall richtig reagieren und sich selbst helfen kann. Großbrände, Unwetter, Bombenentschärfungen, nur wenn die Bürger rechtzeitig gewarnt werden, können Gefahren gebannt und Schäden erfolgreich bewältigt werden. Über Radio, Fernsehen und Internet werden viele erreicht – das Land Nordrhein-Westfalen möchte noch mehr und setzt außerdem auf Sirenen und Lautsprecherdurchsagen. Der Aufruf zu bestimmten Verhaltensweisen dient nicht nur der eigenen Sicherheit, sondern erleichtert die Arbeit der Einsatzkräfte erheblich. Die Bürgerinnen und Bürger können durch ihr richtiges Verhalten wichtige Beiträge zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit ihrer Nachbarn leisten. Die Selbsthilfefähigkeit jedes Einzelnen ist entscheidend, um das Risiko so gering wie möglich zu halten. Ältere Menschen kennen die Signale aus dem Krieg und denken mit Schrecken daran zurück, Jüngeren sagen die Warntöne meist nichts. Jeder sollte wissen, wie er sich verhalten muss.

Die Warnung der Bevölkerung im Brand- und Katastrophenschutz ist ein wichtiger Baustein der Gefahrenabwehr. Dafür zuständig sind in der Regel die Kommunen.

Quelle: Pressemeldung des Märkischen Kreises

 

Balkon vor Brand durch Silvesterböller schützen

Deutscher Feuerwehrverband warnt vor Lagerung entzündlicher Materialien

Auf Balkon oder Terrasse sammeln sich im Winter oft viele Dinge an: Gartenmöbel, Sonnenschirm, leere Kisten oder Zeitungsstapel. Man plant, sie beim Frühjahrsputz zu entsorgen oder im Sommer wieder in den Garten zu stellen – doch vor allem an Silvester ist dieses Gerümpel gefährlich. “Wenn Balkon oder Terrasse vollgestellt sind, erhöht sich damit die Brandlast ungemein”, warnt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV).

Vor allem leicht entzündliche Materialien wie Papier oder der ausgetrocknete Weihnachtsbaum sollten in der Silvesternacht nicht draußen gelagert werden: “Sie könnten durch einen fehlgeleiteten – oder gar gezielt abgeschossenen – Böller in Brand gesetzt werden. Ein solcherart angefachtes Feuer kann sich unter Umständen auch in die Wohnung ausbreiten”, erklärt Hachemer.

Daher rät der Brandschutzexperte, die Wohnung in der Silvesternacht vor Brandgefahren zu schützen: “Entfernen Sie Möbel, Hausrat und andere brennbaren Gegenstände von Balkonen, Terrassen und aus Hauseingängen. Halten Sie Fenster und Türen geschlossen.” Wenn der Balkon doch brennt, sollte man nur dann versuchen, das Feuer zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten gilt: Türen schließen, mit allen Personen die Wohnung verlassen und die Feuerwehr über den kostenfreien Notruf 112 alarmieren.

Quelle