Wachabteilung übt technische Rettung

Das Üben hat bei der Feuerwehr seit jeher einen hohen Stellenwert. Die Kameraden proben ständig die unterschiedlichsten Einsatzszenarien um im Ernstfall möglichst schnell und professionell helfen zu können. Die diensthabende Wachabteilung hat heute dazu ein besonderes Szenario aufgebaut.

Ein PKW war von der Fahrbahn abgekommen, hat sich überschlagen und war dann auf dem Dach in einem Hang liegen geblieben. Der PKW wurde mittels Mehrzweckzug gegen Wegrutschen gesichert und dann für die umfangreiche technische Rettung stabilisiert. Konkret bedeutet dies, dass der PKW mit speziellen Hilfsmitteln so abgestützt wird, dass er sich von alleine nicht mehr bewegen kann. Auch das „Schaukeln“ des PKW bei der anschließenden Öffnung mittels hydraulischem Rettungsgerät (besser bekannt als „Schere – Spreizer“ wird somit auf ein Minimum reduziert. Diese Maßnahmen dienen dazu, den Insassen des Fahrzeuges keine zusätzlichen Bewegungen zumuten zu müssen.

Nach der Öffnung des Fahrzeuges wurde dann der Insasse des PKW befreit und dem Rettungsdienst übergeben.

„Puschi“ geht in Pension

Heute ist nach 30 Jahren bei der Feuerwehr Menden die letzte Schicht von Frank Weinbrandt auf der Wachabteilung 2. Nach alter Tradition wurde er heute Morgen von seiner Wachabteilung 2 und den diensthabenden Kollegen der Wachabteilung 1 mit dem gesamten Löschzug von zu Hause zum Dienst abgeholt. An der Wache erfolgte dann ein großer Wachwechsel mit beiden Wachabteilungen bei dem noch einige Geschenke überreicht wurden, danach besetzte Frank dann seine in den vergangenen Jahren etablierte Position als Fahrer Sonderfahrzeuge.

Frank begann seine Feuerwehrkarriere bereits in der Jugendfeuerwehr, der er 1975 beitrat. In jungen Jahren folgte dann eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechaniker, die er nutzte, um bei der Feuerwehr seine Ausbildung zu machen. Zunächst für acht Jahre bei der Feuerwehr Dinslaken wechselte Frank dann zum 01.01.1989 zur Feuerwehr Menden, wo er seitdem auf der Wacheabteilung 2 seinen Dienst versieht. Zusätzlich zum Einsatzdienst war er als Kraftfahrzeugmechaniker mitverantwortlich für den Fuhrpark. Als Atemschutzgerätewart sorgte er ebenfalls mit dafür, dass die Kameradinnen und Kameraden bei der Brandbekämpfung immer gut geschützt waren.

Mit 60 Jahren wird er dann ab 01.06.2019 der Ehrenabteilung der Feuerwehr Menden angehören und dort seinen Unruhestand verbringen.

Wir möchten uns im Namen der gesamten Feuerwehr Menden für die immer gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit mit Frank bedanken. Für die Zukunft wünschen wir ihm alles Gute.

Erneut umfährt Autofahrer eine Absperrung

Immer wieder machen derzeit Einsätze von Feuerwehren, Rettungsdiensten oder der Polizei Schlagzeilen, bei denen die Einsatzkräfte durch Gaffer oder uneinsichtige Verkehrsteilnehmer gefährdet oder behindert werden.

So auch am Dienstag in Menden, als ein PKW-Fahrer aus Kamen die Straßensperrung von Polizei und Feuerwehr bewusst umfuhr. Während der Rettungsdienst an der Bismarckstraße einen Patienten versorgte, stellte sich schnell heraus, dass aufgrund der Erkrankung des Patienten ein Krankenhaus mit entsprechenden Spezialisten aufgesucht werden muss.

Daher wurde der Rettungshubschrauber Christoph 25 aus Siegen angefordert. Feuerwehr und Polizei sicherten den Landeplatz auf der Kreuzung Bismarckstraße / Unnaer Landstraße und sperrten beide Straßen für die Landung des Hubschraubers ab. Die dadurch entstehende Wartezeit wollte ein Autofahrer nicht hinnehmen und umfuhr mit seinem Fahrzeug die Pylonen sowie die Signallichter, um über den Bürgersteig an der Einsatzstelle vorbeizufahren.

Glücklicherweise waren zu diesem Zeitpunkt keine Fußgänger unterwegs. Die anwesende Polizei stoppte den Fahrzeugführer und verhängte eine Ordnungswidrigkeitenanzeige mit 70,- € Bußgeld und einem Punkt in Flensburg.

„Wir möchten nochmal eindringlich darauf hinweisen, dass Feuerwehr und Polizei Sperrungen ausschließlich aus Sicherungsgründen durchführen“, betont Sebastian Arlt, als Erster Beigeordneter der Stadt Menden auch für die Feuerwehr zuständig. „Die Maßnahmen unserer Einsatzkräfte haben immer einen ernsten Hintergrund und dienen zum eigenen Schutz genauso wie zum Schutz anderer Personen.“

Daher werde die Stadtverwaltung auch künftig konsequent gegen alle Störungen der Rettungskräfte vorgehen und diese zur Anzeige bringen.

Stadtjahresdienstbesprechung Feuerwehr Menden

Wehrleiter Christian Bongard konnte bei der diesjährigen Jahresdienstbesprechung wieder zahlreiche Kameraden aus der Einsatzabteilung, der Ehrenabteilung, der Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie beide Spielmannszüge begrüßen.

Zahlreiche Einsätze der Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes mussten im vergangenen Jahr abgearbeitet werden.

Besonders die zahlreichen überörtlichen Einsätze sowie die Sturmeinsätze sind hier hervorzuheben.

Zwei Brandeinsätze forderten die Feuerwehr Menden in 2018 besonders. Der Großbrand in der Horlecke am Anfang des Jahres, bei dem es uns durch einen massiven Kräfteeinsatz gelang, den Schaden für die Firma auf ein betroffenes Lager zu begrenzen.

Am Dreischer Kamp geriet im Oktober ein Wohnhaus in Brand. Die Löschzüge Wache, Nord und Mitte konnten hier die Bewohnerin mit zahlreichen Truppts unter Atemschutz noch rechtzeitig aus dem Haus retten.

Bei der anschließenden Brandbekämpfung verletzte sich ein Trupp, beide Kameraden sind aber inzwischen wieder wohl auf.

Innerhalb der Feuerwehr wurde vieles angepackt und umgesetzt. So wurden zwei neue Löschfahrzeuge sowie vier neue Mannschaftstransportfahrzeuge angeschafft.

Der Gerätehausumbau in Lendringsen wurde abgeschlossen, in Bösperde wurde der erste Spatenstich gesetzt. Die Bauarbeiten haben hier begonnen und liegen im Plan.

An der Feuer- und Rettungswache hat die Umsetzung der Neuorganisation nach zwei Jahren Vorbereitung und Planung nun begonnen.

Die neue Organisationsform verteilt die Aufgaben gleichmäßiger, die erforderlichen höherwertigen Stellen sind Teil der beschlossenen Maßnahme und sollen alsbald besetzt werden.

Insgesamt sieht man, dass Rat und Verwaltung der Stadt Menden mit der Wehrleitung Hand in Hand arbeiten, um die notwendigen Veränderungen anzupacken.

Dies machte auch Sebastian Arlt, Feuerschutzdezernent in der Verwaltung, in seinen Grußworten deutlich.

Er erwähnte unter anderem den aktuell zu erstellenden Brandschutzbedarfsplan, ebenfalls in enger Abstimmung mit allen beteiligen Stellen.

Martin Wächter bedankte sich bei allen Kameradinnen und Kameraden für die Bereitschaft, zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei jedem Wetter den Bewohner unsere Stadt und auch der Nachbarstädte beizustehen.

Das die gute Nachwuchsarbeit unter anderem der Kinder- und Jugendfeuerwehr Früchte trägt sieht man an der Zahl der Neuaufnahmen. 20 neue Kameradinnen und Kameraden wurden in die Reihen der Feuerwehr aufgenommen.

Besonders erfreulich ist es natürlich, wenn die Kameraden der Feuerwehr dann lange erhalten bleiben.

So konnten drei Kameraden für 25-jährige Mitgliedschaft sowie fünf Kameraden für 35-jährige Tätigkeit in der Feuerwehr Menden geehrt werden mit der silbernen sowie der goldenen Feuerwehrehrennadel des Landes NRW ausgezeichnet werden.

Vom FeuerwehrVerband MK e.V., vertreten durch den Geschäftsführer Markus Heuel, wurden zwei Kameraden für 10 Jahre sowie zwei Kameraden für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt.

Zahlreiche Kameraden konnten abschließend befördert oder ernannt werden. Dafür erforderlich waren wieder viele Stunden in Lehrgängen und Ausbildung, die die Kameraden unermüdlich neben den regulären Dienst- und Einsatzstunden aufbringen.

Ein Kamerad wurde auf eigenen Wunsch aus der aktiven Wehr in die Ehrenabteilung verabschiedet. Hans Aurich und seine Frau Christiane waren sichtlich gerührt, als Christian Bongard den Werdegang Revue passieren ließ.

Jahresdienstbesprechung Löschzug Mitte

Die diesjährige Jahresdienstbesprechung des Löschzuges Menden-Mitte fand erneut im Ratssaal der Stadt Menden statt.

Am 12. Januar trafen sich die Kameraden der Einsatz- und Ehrenabteilung, des Spielmannszuges und der Jugendfeuerwehr.

Zugführer Lars Sauer und sein Stellvertreter Albert Lipsch ließen das vergangene Jahr Revue passieren.

Der Löschzug wurde im Jahr 2018 zu 55 Einsätzen alarmiert. Der sicherlich Größte im letzten Jahr war der Brand am Anfang des Jahres bei Firma O+A-Line in der Horlecke, aber auch der Einsatz bei Friedericke forderte die Kameraden.

Zusätzlich wurden wieder unzählige Stunden in die Ausbildung investiert. Dies betrifft nicht nur die Kameraden, die innerhalb eines Lehrganges oder Seminars etwas Neues gelernt haben, sondern auch alle Kameraden, die ihre Zeit investiert haben, um neuen Feuerwehrleuten unser „Handwerk“ beizubringen.

Auch die Sonderausbildungen und -dienste nahmen wieder viel Zeit in Anspruch. Atemschutz-, Maschinisten- und technische Hilfe Ausbildung wird zusätzlich von den Kameraden betrieben, um auch hier die Einsatzfähigkeit aufrecht erhalten zu können, denn Feuerwehr ist mehr als nur löschen.

Wehrleitung und Zugführung bedankten sich für ein tolles Jahr 2018 und wünschten sich ein ebenso gutes Jahr 2019, erfreulicherweise mit vier neuen Kameraden im Löschzug Mitte.