Verkehrsunfall: PKW auf Dach in Straßengraben

Mit dem Einsatzstichwort „Verkehrsunfall – Personen eingeklemmt“ wurden der Rüstzug der Feuer- und Rettungswache Menden sowie die Löschgruppen Schwitten und Bösperde am späten Sonntagabend nach Barge alarmiert. Auf der dortigen Bundesstraße 7 war ein PKW von der Straße abgekommen und auf dem Dach liegend im Straßengraben gelandet.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Meldung von eingeklemmten Personen glücklicherweise nicht. Ersthelfer hatten bereits eine Person aus dem PKW gerettet und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte betreut. Sie wurde notärztlich versorgt und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren. Weitere Personen kamen nicht zu schaden. Die Feuerwehr leuchtete die Einsatzstelle aus und stellte den Brandschutz sicher.

Die B7 war für knapp eine Stunde zwischen Schwitten und Wimbern voll gesperrt. Im Einsatz waren rund 50 Helferinnen und Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst und der Polizei.

 

Mechanische Reanimationshilfe für den Mendener Rettungsdienst

Im Zuge der Neuanschaffungen stand im vergangenen Jahr für den Rettungsdienst der Feuer- und Rettungswache unter anderem eine mechanische Reanimationshilfe des Typs „Corpuls cpr“ auf dem Plan.

Mit Unterstützung dieses Gerätes wird es in Zukunft möglich, bei einer Reanimation über einen längeren Zeitraum die Thoraxkompression (Herzdruckmassage) qualitativ sicher zu stellen.

Jeder, der einmal einen Erste-Hilfe-Kurs besucht hat und diese Lebenserhaltungsmaßnahme selbst durchführen musste weiß, wie anstrengend diese Maßnahme ist, erst recht über eine längere Dauer.

Das Gerät stellt in solchen Situationen sicher, dass die Kompression stets an der richtigen Position, in der richtigen Frequenz und der richtigen Drucktiefe stattfindet.

Über eine eingebaute Schnittstelle ist eine Ansteuerung und Beobachtung des Geräts über das auf allen Mendener Rettungsdienstfahrzeugen verlastete EKG-Gerät möglich.

Die Entlastung des Rettungsdienstpersonals kommt wiederum den Patienten zu Gute, da in der neu gewonnenen Zeit weitere Maßnahmen gleichzeitig am Patienten durchgeführt werden können.

Durch eine spezielle Konstruktion wird das Gerät über dem Brustkorb des Patienten in Position gebracht und unter seinem Rücken befestigt. Eine fortdauernde Reanimation ist so auch ohne Sicherheitsrisiko während der Fahrt im Rettungswagen möglich und kann sogar im Krankenhaus, beispielsweise bei einer Röntgenuntersuchung, weitergeführt werden.

Nach umfangreicher Ausbildung und Einweisung des Personals, wurde die Reanimationshilfe nun auf dem Notarzteinsatzfahrzeug verlastet und wird hiermit in den Einsatz gebracht.

Paralleleinsätze im Stadtgebiet

Gleich zwei Einsätze erforderten das Eingreifen der Feuer- und Rettungswache sowie der ehrenamtlichen Einheiten der Löschzüge Mitte und Süd am gestrigen frühen Abend.

Um kurz nach 17 Uhr wurde die Feuer- und Rettungswache sowie der Löschzug Süd (Lendringsen und Oesbern) zum Salzweg nach Lendringsen gerufen. Gemeldet war hier ein brennender Trockner im Keller eines Mehrfamilienhauses. Vor Ort wurde das Feuer über das Treppenhaus sowie einen Außenzugang zum Keller unter Atemschutz bekämpft, sodass eine weitere Brandausbreitung verhindert werden konnte. Parallel wurde das Gebäude auf eventuell verletzte/ eingeschlossene Personen kontrolliert. Hier konnte allerdings schnell Entwarnung gegeben werden – keine Verletzten und keine Personen mehr im Gebäude. Abschließend wurden Keller und Gebäude mittels zweier Überdrucklüfter gründlich belüftet und noch einmal mittels Wärmebildkamera kontrolliert. Gegen 19 Uhr konnte die Einsatzstelle an den Hauseigentümer übergeben werden und die Feuerwehr wieder einrücken.

Noch während der Löscharbeiten am Salzweg, alarmierte die Kreisleitstelle die Feuerwehr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage am Dieselweg in der Horlecke.
An der Einsatzstelle am Salzweg entschied sich der Führungsdienst der Feuer- und Rettungswache dazu, das Löschfahrzeug der Löschgruppe Oesbern zur Einsatzstelle zu entsenden. Zusammen mit den hierzu alarmierten Kameraden des Löschzuges Mitte konnte auch hier nach schneller Erkundung Entwarnung gegeben werden.
Nach weiterer Kontrolle des Gebäudes und Rücksetzung der Brandmeldeanlage war der Einsatz bereits nach etwa 30 Minuten wieder beendet.

 

Feuerwehr Menden stellt Ausrüstung für Kameraden in der Ukraine

Die Not ist groß in der vom Krieg erschütterten Ukraine – und das nicht nur in der Zivilbevölkerung, sondern auch bei den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren und Hilfsorganisationen. Die Feuerwehr Menden stellte daher in den letzten Tagen Sachspenden in Form von dringend benötigter Ausrüstung zusammen. Am Dienstagabend brachten dann zwei Kameraden der Löschgruppen Bösperde insgesamt 5 Paletten in ein zentrales Logistiklager im Kreis Wesel. Bereits am Mittwoch wurde diese Ausrüstung weiter verladen, an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren und dort an die zuständigen Behörden übergeben. Des Zentrallager und die Logistik wurden durch die Organisation „I.S.A.R Germany“ (International Search and Rescue) übernommen. Die weltweit tätige deutsche Hilfsorganisation hat Leute vor Ort, welche im ständigen Kontakt zu den ukrainischen Behörden stehen und so den Bedarf mitgeteilt bekommen. Die Feuerwehr Menden stellte unter anderem zwanzig voll einsatzbereite Atemschutzgeräte, Feuerlöscharmaturen, Krankentragen, Rettungsdienstkoffer sowie Rettungsdienst- und Feuerwehrbekleidung zur Verfügung. Dies wurde möglich, da die Ausstattung für die Mendener Einsatzkräfte aktuell neu beschafft wird.

Bereits Anfang März unterstützten 35 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und des Löschzuges Menden-Mitte bei der vom Jugendamts-Elternbeirat (JAEB) organisierten Ukraine-Hilfesammlung an der Sudetenstraße. Dort wurden sechs Zelte des Fördervereins der Jugendfeuerwehr aufgebaut und mit verschiedenem Material bestückt, vor allem unterstützten die Einsatzkräfte aber auch organisatorisch und logistisch bei der Spendenannahme und Sortierung.

Brand auf einem Dachboden

Ein brennendes Gerät im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses im Lahrfeld sorgte am frühen Sonntagmittag für einen größeren Einsatz der Feuerwehr Menden. Da sich noch Personen im Gebäude aufhielten, alarmierte die Kreisleitstelle in Lüdenscheid aufgrund des Notrufes neben dem Löschzug der Feuer- und Rettungswache auch den Löschzug Mitte über Meldeempfänger und Sirenen.

Vor Ort bestätigte sich die Meldung, im Dachgeschoss brannte ein Haushaltsgerät. Zwei Personen wurden verletzt und von Rettungsdienst und Notarzt versorgt. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, die rund 40 Einsatzkräfte rückten nach knapp einer Stunde wieder ein.