16 Sturmeinsätze am Samstagnachmittag

Sturmtief Dragi hat auch in Menden seine Spuren hinterlassen: Als Samstagnachmittag, gegen 17 Uhr, ein Schauer über Menden zog, hatte dieser auch schwere Sturmböen im Gepäck. Bäume stürzten um, lose Gegenstände flogen durch die Gegend und Straßen standen unter Wasser. Da die Notrufe innerhalb kurzer Zeit bei der Kreisleitstelle in Lüdenscheid einliefen, wurden alle Einheiten der Mendener Feuerwehr eingesetzt, um die Einsatzstellen ohne größeren Zeitverzug abarbeiten zu können. Wirkliche Einsatzschwerpunkte gab es nicht, im gesamten Stadtgebiet verzeichnete die Leitstelle insgesamt 16 Einsatzstellen. Nach etwa zwei Stunden war ein Großteil der Gefahrenstellen abgearbeitet.

Hohes Einsatzaufkommen im Rettungsdienst

Der Rettungsdienst der Feuerwehr Menden hat am heutigen Dienstag mit einem außergewöhnlich hohen Einsatzaufkommen zu kämpfen. Seit heute Morgen sind die drei Mendener Rettungswagen und der Notarzt bereits 32 Einsätze gefahren, normal sind im gleichen Zeitraum etwa die Hälfte. Um das hohe Aufkommen abzudecken, wurden auch Rettungsfahrzeuge aus den benachbarten Städten angefordert. Zudem rückte die Feuerwehr als First Responder aus, damit die Eintreffzeit der auswärtigen Rettungsmittel verkürzt werden konnte.

Am Vormittag war bei einem medizinischen Notfall der Einsatz eines Rettungshubschraubers notwendig, zur Absicherung des Landeplatzes befanden sich ebenfalls Feuerwehr und Polizei vor Ort. Für die Dauer des Einsatzes musste die Kreuzung Unnaer Landstraße / Bismarckstraße für etwa 30 Minuten gesperrt werden, was zu langen Staus im Berufsverkehr führte.

Gegen 13 Uhr löste die Brandmeldeanlage eines Betriebes in Lendringsen aus. Der Löschzug der Feuerwache stellte schnell fest, dass die Anlage aufgrund von Handwerksarbeiten ausgelöst hatte. Kein Einsatz für die Feuerwehr.

Feuerwehr nimmt Schlange in „Gewahrsam“

Am Dienstagnachmittag fanden Kinder am Jugendtreff auf Platte-Heide unter einer Plane eine Schlange. Die herbei gerufenen Einsatzkräfte der Feuerwehr Menden nahmen das Reptil zunächst in Augenschein und konnten dann, mittels Diensthandy und einer bekannten Suchmaschine, schnell die Art bestimmen: Es handelte sich um eine ungiftige Kornnatter, welche in Nordamerika beheimatet ist. In Deutschland ist sie daher normalerweise nur in Terrarien anzutreffen.
Geschützt durch einen Handschuh konnte das Reptil schließlich ergriffen und in einem Karton zur Feuerwache transportiert werden. Die Mendener Tierhilfe übernahm das von der ganzen Aktion unbeeindruckte Tier schließlich in seine Obhut.

Feuerwehr befreit Hund „Alwin“ aus Baumstapel

Am Sonntagnachmittag wurde die Feuerwehr Menden zu einer Tierrettung zum Wälkesberg nach Ostsümmern gerufen. Hund „Alwin“ war unter einen Stapel aus Baumstämmen gekrabbelt, irgendwann ging es weder vor noch zurück. Aus eigener Kraft kam er nicht mehr heraus und auch die Besitzerin kam nicht an ihn heran. Die Einsatzkräfte mussten den Hund zunächst unter den ca. 8 Meter langen Baumstämmen lokalisieren. Mit Spaten, kleinen Schaufeln und einem langen Einreißhaken vergrößerten sie den Eingang auf einer Seite des Tunnels. Nach gut 45 Minuten war das Loch groß genug, sodass Alwin in die Hände der sichtlich erleichterten Besitzerin springen konnte.

Personenzug kollidiert im Hönnetal mit umgestürzten Baum

Am Montagmorgen kollidierte ein Zug der Deutschen Bahn auf der Strecke zwischen Menden und Balve mit einem umgestürzten Baum. Der Zugführer führte daraufhin eine Gefahrenbremsung durch, wodurch der Personenzug etwa in Höhe des Kalkwerkes in Oberrödinghausen auf freier Strecke zum Stillstand kam. Die Feuerwehr Menden konnte die Strecke zwar über das Werkgelände des Kalkwerkes erreichen, musste aber die letzten 200 Meter zu Fuß zum Standort des Zuges zurücklegen. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich 6 Fahrgäste und der Zugführer in der Bahn, alle Insassen blieben unverletzt. Nach dem Ausleuchten der Unfallstelle zerkleinerten die Einsatzkräfte den Baum mittels einer Kettensäge und konnten so die Strecke wieder freiräumen. Während der gesamten Maßnahmen verblieben die Fahrgäste im Zug, welcher im Anschluss in den Bahnhof Binolen fuhr, wo er durch Mitarbeiter der Bahn inspiziert werden sollte.